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Historie

Schwestern

Nach mehr als 100 Jahren immer noch ein Familienbetrieb

Im Jahr 1910 gründeten Philipp Wilhelm Pfeiffer und Clara Pfeiffer, geb. Mai, ihren Betrieb, die Gärtnerei Pfeiffer. Philipp war eigentlich Weinbauer. Er und Clara hatten beide in einem so genannten Herrschaftshaus in Frankfurt am Main gearbeitet, er als Gärtner und sie im Haushalt. Nach der Eheschließung zogen beide nach Neu-Isenburg.

Im neu gegründeten Betrieb wurde anfangs nur Obst und Gemüse angebaut, später kamen noch Zierpflanzen hinzu. Die Produkte wurden in einem kleinen Gewächshaus auf dem Gelände im Buchenbusch verkauft.

Clara und Philipp Wilhelm hatten vier Töchter: Gretel, Emmi, Elfriede und Hella. Eine gärtnerische Ausbildung hatte keine von ihnen. Aber wie es damals üblich war, wurden die Pfeiffer-Töchter mit zunehmenden Alter in die Arbeit im Betrieb eingebunden.

1928 begann die Firma Pfeiffer mit dem Verkauf ihres Sortiments in der Frankfurter Kleinmarkthalle und heißt wahrscheinlich seit damals bis heute Blumen Pfeiffer.
Vier Jahre später wurde an der Friedhofsstraße verkauft.

Emmi Pfeiffer heiratete den Gärtner Herbert Pabst. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Helmut, Hartmut und Helga. Die Ehe wurde geschieden und Emmi nahm wieder ihren Mädchennamen Pfeiffer an. Die Kinder behielten den Nachnamen Pabst. Emmi hat bis an ihr Lebensende immer im Betrieb mitgearbeitet. Sie wurde 80 Jahre alt.

Während des 2. Weltkrieges war der Zierpflanzenanbau verboten und die Gärtnerei erhielt die Auflage, nur Gemüse anzubauen. Ein Drittel war für die einheimische Bevölkerung bestimmt. Die übrigen zwei Drittel durften frei verkauft werden.

Im Neu-Isenburger Adressbuch von 1950 stand Philipp Wilhelm Pfeiffer erstmals als Eigentümer unter der Anschrift Friedhofstraße 21 ; ebenso unter Buchenbusch 22, auch mit den Telefonnummern 241 und 103.

Philipp Wilhelm Pfeiffer starb im Februar 1950 und seine Witwe  Clara führte nun die Firma weiter. Ab Mitte der 1960er Jahre wurde diese in den Adressbüchern auch Philipp Wilh. Pfeiffer Wwe. genannt. Clara selbst war noch bis in das hohe Alter im Geschäft tätig. Sie starb 1984 im Alter von 99 Jahren.

Emmi Pabst und und ihr Mann Herbert

Claras Enkel Hartmut Pabst - Gärtnermeister - hatte Ingrid Steinberg geheiratet. Zwei Söhne, Oliver und Mathias, gingen aus dieser Ehe hervor. Beide sind heute Mitinhaber der Firma Blumen Pfeiffer Inh. Finger-Pabst GbR.  Nach der Trennung von Ingrid wanderte Hartmut aus. Zuvor hatte er im Jahr 2000 den Gartenbaubetrieb an Oliver übergeben. Hartmut ist wieder verheiratet mit Natalie Prassel und hat mit ihr zwei Söhne, Lukas und Nicolas. In Temuco, im Süden Chiles, wo er mit seiner Familie lebt, hat er erfolgreich einen Gartenbaubetrieb aufgebaut und arbeitet also wieder in seinem "alten" Metier. Ingrid Pabst hat Neu-Isenburg verlassen und ist in ihren Geburtsort zurückgekehrt. Sie ist inzwischen verstorben.
Claras Enkelin Helga, gelernte Blumenbinderin (offizielle Bezeichnung heute: Floristin) heiratete 1972 den Gärtner Hartwig Finger. Beide haben zwei Kinder, Angela und Björn. Angela ist von Neu-Isenburg weggezogen; Björn ist inzwischen einer der drei Mitinhaber.

Das große Blumengeschäft in der Friedhofstraße 21 wurde 1975 gebaut. Zwei weitere Läden bestanden in der Bahnhofstraße.
1986 erfolgte der Gewächshausneubau. Initiatoren hierfür waren die Pfeiffer-Enkel Hartmut Pabst und Helga Finger.

Mathias Pabst mit seiner Mutter Ingrid

Heute umfasst das Angebot die Gärtnerei und der Verkauf der Produkte, Gartenpflege, Floristik und Grabpflege sowie die Angebote im Online-Shop.

Zu Gärtnermeister Oliver Pabsts Aufgabengebiet gehören die Gärtnerei und die Herstellung der Gartenprodukte sowie der Verkauf dieser Artikel.
Die Gesamtfläche der Gärtnerei mit ihrer Produktion beträgt ca. 1800 qm für die Freilandfläche plus 2000 qm für den Gewächshauskomplex. Die Anlage ist nach den neusten Erkenntnissen dieser Branche ausgestattet. Die fünf Warmhaus- und zwei Kalthauseinheiten verfügen über kombinierte Energie- und Schattierschirme, Alurolltische und eine Ebbe-Flut-Bewässerung. Außerdem eine komplette Ampelaufhängeanlage mit einem druckkompensierten Tropfbewässerungssystem. Reicht die Menge der Regenwasser-Auffangbecken nicht aus, erfolgt die Versorgung über Stadtwasser. Die für den Gewächshausbereich notwendige Wärmeleistung wird von einer Warmwasserheizung mit zwei Kesseln unter der Nutzung von Erdgas erzeugt.
Innerhalb der Produktion werden Schnittblumen, Topf- und Beetpflanzen gezogen. Ob für Garten, Terrasse oder Balkon, hier findet der an Pflanzen interessierte Kunde alles, was er für die Gestaltung seiner Objekte benötig. Gleichzeitig werden auch die Pfeifferschen Abteilungen Floristik und Grabpflege mit Schnittblumen, Topfpflanzen sowie Beet- und Balkonpflanzen versorgt.  Außer Blumen und Ziersträucher sind auch Pflegeprodukte, Dünge- und Pflanzenschutzmittel sowie Töpfe im Angebot. Die Mitarbeiter beraten ebenfalls bei Problemen der Anpflanzung und informieren über wirksamen Pflanzenschutz. Bis 2011 wurden die eigenen Produkte auch direkt auf dem Frankfurter Blumengroßmarkt angeboten.

Seit 1955 erhielt die Firma Pfeiffer regelmäßig Auszeichnungen für ihre Züchtungen der Heidepflanzen sowohl auf den Bundesgartenschauen als auch auf Gartenausstellungen im Ausland. Inzwischen wird nicht mehr gezüchtet, da die Arbeit zuviel Aufwand erfordert.

Für den Bereich Gartenpflege ist Mathias Pabst verantwortlich. Mathias ist Gärtner und sogenannter zertifizierter Pflanzendoktor. Diese Auszeichnung hat er sich innerhalb der Weiterbildung in der Gartenakademie Baden-Württemberg eV erworben (auch Oliver ist Pflanzendoktor). D.h. Mathias verfügt über Kenntnisse in der Diagnose von Pflanzenkrankheiten, erkennt heimische und exotische Schädlinge und weiß Nützlinge einzusetzen. Innerhalb der Gartenpflege werden auch der Schnitt von Obstbäumen und Gehölzen, Rasenarbeiten sowie eine jahreszeitliche Gartenpflege angeboten. Kunden, die mehr aus ihrem eigenen Garten machen möchten und professionelle Hilfe suchen, sind hier genau richtig. Zusätzlich bietet Blumen Pfeiffer das sogenannte Winterlager an. In einer optimalen Klimazone können Kunden ihre Kübelpflanzen frostfrei in der Pfeifferschen Gärtnerei überwintern lassen. Die Pflanzen werden regelmäßig gepflegt und auf Schädlinge kontrolliert. Auf Wunsch werden die Pflanzen beim Kunden abgeholt und auch wieder zurücktransportiert. Die meisten Kübelpflanzen sind sowieso so groß, dass der Kunde sie nicht mehr selbst befördern kann.

Innerhalb der Floristik - Leitung Gärtnermeister Björn Finger - findet der Kunde im Blumengeschäft ein großes Sortiment an Schnittblumen und Topfpflanzen. Für Hochzeiten und andere festliche Gelegenheiten werden kunstvolle Sträuße und Dekorationen angefertigt. Ein besonderer Service: Für Feiern und Veranstaltungen jeder Art können Grünpflanzen gemietet werden, inkl. Lieferung und Abholung. Im Bereich Trauerfloristik werden Sträuße, Kränze und Gestecke in der vom Kunden gewünschten Größe gestaltet.

Ebenfalls in Björn Fingers Zuständigkeitsbereich ist die Grabpflege. Ursprünglich war diese nur ein ganz kleines Aufgabengebiet. Ab 1970 war für diese Arbeit Björns Vater Hartwig zuständig. Er hatte diesen Bereich systematisch erweitert und vergrößert. Heute wird hier ein umfangreicher Service angeboten - vom einfachen Gießauftrag bis hin zur individuellen Grabgestaltung und Pflege. Blumen Pfeiffer betont, dass die für die Gräberpflege benötigten Beet- und Topfpflanzen überwiegend aus eigener Herstellung stammen. Koniferen und größere Gewächse werden jedoch zugekauft.
Nicht nur die beiden Friedhöfe in Neu-Isenburg werden von Björn und seinen Mitarbeitern betreut. Zum Einzugsgebiet gehören auch die Friedhöfe in Zeppelinheim, Dreieich, Heusenstamm, Rembrücken und Walldorf.

Aus einer 1910 von Philipp Wilhelm und Clara Pfeiffer gegründeten kleinen Firma ist ein modernes Wirtschaftsunternehmen mit insgesamt 16 Mitarbeitern geworden. Zu diesen gehören auch Helga und Hartwig Finger. Beide sind bereits im Rentenalter, arbeiten aber neben der jungen Generation noch im Betrieb mit. Helga für die Floristik und Hartwig auf dem Friedhof.
Zur Zeit werden zwei junge Männer zu Gärtnern in den Fachrichtungen Zierpflanzenanbau und Friedhofsgärtnerei ausgebildet. Neben diesen Fachrichtungen kann seit 2008 auch eine Ausbildung zum Floristen absolviert werden.   Oliver Pabst würde gern mehr junge Leute in seinen Betrieb zur Ausbildung aufnehmen. Er bietet für Interessierte einen Schnuppertag oder ein unverbindliches Praktikum an. Aber trotz einer sehr ansprechenden informativen Werbung im Internet ist es schwer, geeignete junge Leute für diesen Beruf zu gewinnen.

Was kann die Zukunft bringen? Die 5. Generation, Oliver Pabst und Björn Fingers Kinder sind noch so klein, dass eine heute gestellte  Prognose  verfrüht wäre.

Stand April 2018

grossvater

Philipp Wilhelm Pfeiffer und seine Frau Clara Pfeiffer in den Gründerjahren

dreimaedels

Die junge Generation: Emmi Pabst, Elfriede Schneider und Hella Wehrmann

AlteGarde klein

Zufrieden vor den frisch gesetzten Heidepflanzen

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Clara Pfeiffer im Alter von 80 Jahren
OliverMitPflanzen klein
Oliver Pabst zeigt stolz die prämierten Produkte aus dem elterlichen Betrieb