Im Jahre 1910 begannen Clara und Philip Wilhelm Pfeiffer eigenhändig mit dem Anbau von Obst und Gemüse, die dann in einem kleinen Glasgewächshaus verkauft wurden. Mit einem zweirädrigen Karren voller Blütenträume ging es dann 1928 erstmals nach
Frankfurt in die Kleinmarkthalle. 1932 begann der Verkauf an der Friedhofstraße, und die Pfeiffer-Töchter wurden voll in das Unternehmen miteingespannt. Während des Krieges erhielt die Gärtnerei die Auflage, Gemüse zu ziehen, und zwar zu einem Drittel für die Bürger der Stadt, die restlichen zwei Drittel durften frei verkauft werden. Nach dem Krieg wurden 1955 ein Laden in der Bahnhofstraße eröffnet und 1975 ein zweiter
in der Friedhofstraße gebaut. Seit dem Gewächshaus-Neubau im Jahre 1986 durch die beiden Enkel Helga Finger und Hartmut Pabst ist aus der kleinen Gärtnerei ein vielseitig orientiertes Unternehmen geworden, das sein Angebot in eigenem Blumengeschäft in der Friedhofstraße präsentiert und eine umfassende Grabpflege anbietet. Auf 1800 Quadratmeter Außengelände und 2000 Quadratmeter unter Glas werden Schnittblumen, Topfpflanzen, Beetpflanzen, ja im Grunde
alles herangezogen, was das Auge des Gartenfreundes erfreut. Und nicht nur die ungewöhnliche Lage der Gärtnerei mit ihren Gewächshäusern mitten in der Stadt ist zu erwähnen: Was sicher den wenigsten Isenburger Bürgern bekannt sein dürfte, ist die Tatsache, dass die Firma Blumen-Pfeiffer seit 1955 regelmäßig Auszeichnungen für ihre Pflanzenzüchtungen sowohl auf Bundesgartenschauen als auch bei Gartenausstellungen im Ausland erhielt. Der über 100 Jahre alte Familienbetrieb wird
durch die Nachkommen in der dritten und vierten Generation bewirtschaftet und bietet zusätzlich noch weitere Arbeitsplätze. Die Aufzucht eigener Pflanzen hatte schon immer einen großen Stellenwert in dem Unternehmen. So stammen die für die Gräberpflege benötigten Beet- und Topfpflanzen ausschließlich aus der eigenen Produktion. Bis 2011 hat Blumen Pfeiffer seine Produkte auch direkt auf dem Frankfurter Blumengroßmarkt angeboten. Um der veränderten Marktlage gerecht zu werden, hat Gärtnermeister Oliver Pabst, der die Gärtnerei-Abteilung im Jahre 2000 von seinem Vater Hartmut übernommen hat, die Ausrichtung von einem reinen Produktions- in einen modernen Dienstleistungsbetrieb geändert. So wurde der Bereich Baumschnitt und Gartenpflege neu geschaffen, den sein Bruder Mathias erfolgreich leitet. Der wenig lukrative Verkauf auf dem Großmarkt ist einem Direktverkauf in der Gärtnerei und auf
Wochenmärkten gewichen. Zudem stehen Oliver und Mathias Pabst Hobbygärtnern in Fragen zu Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung beratend zur Seite und überwintern Kübelpflanzen in der kalten Saison in den beheizten Gewächshäusern. Auch der Bereich Floristik und Grabpflege steht seit 2012 mit Gärtnermeister Björn Finger unter der Leitung der vierte Generation, der Sie auch weiterhin gerne in der Friedhofstraße 21 mit frischen Schnittblumen zu allen
Anlässen und Gelegenheiten begrüßt. Von der Qualitätsarbeit sind übrigens auch die Jurys der Bundes- und Landesgartenschauen überzeugt: Presseartikel BUGA 2005 (PDF-Datei, 1,2 MB) |